Wenn ein Mensch unterwegs Hilfe braucht, soll die richtige Betreuung erreichbar sein.
Unsere Idee verbindet einen persönlichen QR-Code mit einer geschützten Vermittlung. Finder erhalten keine sensiblen Daten. Eine vertraute Einrichtung oder Betreuungsperson beurteilt die Situation und entscheidet, welche Hilfe richtig ist.
Der Ausgangspunkt
Nicht die vorhandene Technik, sondern der Alltag der Menschen
Am Anfang wollen wir nicht nach Hardware-Herstellern, Lieferanten oder bestehenden Verträgen fragen. Entscheidend sind konkrete Situationen: Was geschieht, wenn ein Bewohner oder Klient die Orientierung verliert? Wer wird heute verständigt? Wo entstehen Unsicherheit, Zeitverlust oder vermeidbare Belastungen?
Die Bedarfsanalyse sammelt deshalb anonymisierte Praxisbeispiele, ihre Häufigkeit und ihre Folgen. Erst daraus soll gemeinsam abgeleitet werden, welche technische Unterstützung tatsächlich nützlich wäre.
Orientierung verloren
Eine ältere oder an Demenz erkrankte Person findet den Rückweg nicht und kann ihre Einrichtung nicht zuverlässig benennen.
Finder möchte helfen
Eine hilfsbereite Person braucht einen sicheren Kontaktweg, ohne private Daten des Betroffenen sehen zu müssen.
Zuständigkeit ist unklar
Mitarbeitende müssen schnell erkennen können, ob die Person bekannt ist und welcher nächste Schritt angemessen ist.
Außerhalb gewohnter Zeiten
Abends, am Wochenende oder bei wechselnden Diensten fehlen manchmal klare Informationen und erreichbare Ansprechpartner.
Möglicher Ablauf
Geschützte Vermittlung statt öffentlich sichtbarer Personendaten
Der Finder öffnet eine neutrale Hilfeseite – ohne besondere App.
Eine kurze Nachricht oder ein Rückrufwunsch wird geschützt übermittelt.
Nur berechtigte Mitarbeitende erkennen, zu wem der Code gehört.
Eine vertraute Fach- oder Betreuungsperson bewertet die Lage.
Direkter Kontakt oder weitere Angaben erfolgen nur, wenn dies ausdrücklich erlaubt und angemessen ist.
Denkbare Bausteine
Technik soll gezielt unterstützen
Persönlicher, pseudonymisierter QR-Code
Der sichtbare Code enthält weder Namen noch Adresse oder Diagnose. Er führt ausschließlich zur geschützten Vermittlungsseite.
Zentrale der Einrichtung oder des Dienstes
Mitarbeitende, die den Menschen und seine persönliche Situation kennen, bleiben die entscheidende Stelle.
Optionaler Ortssender
Zu prüfen ist ein Sender, der nicht ständig verfolgt, sondern erst durch ein berechtigtes Signal aktiviert wird. Nutzen, Einwilligung, Datenschutz, Reichweite und Ausfallsicherheit müssen vorab geklärt werden.
KI als Assistenz
KI könnte Meldungen strukturieren, Dringlichkeitshinweise sichtbar machen und Mitarbeitende entlasten. Sie soll keine alleinige Entscheidung über Betreuung, Ortung oder Kontaktfreigabe treffen.
Leitlinien
Schutz, Freiwilligkeit und menschliche Verantwortung
- Keine sensiblen Personendaten für Finder
- Keine Diagnose oder Wohnadresse im QR-Code
- Direkter Kontakt nur nach ausdrücklicher Freigabe
- Keine dauerhafte Ortung als Ausgangspunkt
- Einwilligung und Widerruf müssen verständlich sein
- Notfall-, Ausfall- und Vertretungswege müssen vor einem Pilotbetrieb geklärt werden
Gemeinsam entwickeln
Wir möchten eine Partner-Einrichtung auswählen
Gesucht wird zunächst eine Pflegeeinrichtung oder ein ambulanter Betreuungsdienst, der reale Abläufe und anonymisierte Problemsituationen beschreiben kann. Die Bedarfsanalyse dient der fachlichen Erkundung – nicht der Ausforschung vorhandener Anbieter.
Eine mögliche Zusammenarbeit oder ein späterer Pilot wird erst besprochen, wenn die Einrichtung selbst Interesse äußert. Eine Teilnahme an der Befragung verpflichtet zu nichts.
Bedarfsanalyse herunterladen
Das Dokument kann zunächst intern geprüft und von Mitarbeitenden ausgefüllt werden. Persönlichen Kontakt nehmen wir nur auf, wenn die Einrichtung dies ausdrücklich wünscht.
Kontakt: Mediatechnik-Burg · Schartauer Str. 37 · 39288 Burg · 03921 6060275